Ein Blockheizkraftwerk eignet sich überall dort, wo dauerhaft Wärme und Strom benötigt werden. Wir zeigen die wichtigsten Einsatzbereiche und erklären, worauf es jeweils ankommt.
Entscheidend für die Eignung eines Blockheizkraftwerks ist nicht der Gebäudetyp allein, sondern der tatsächliche Energiebedarf. Ein BHKW läuft am wirtschaftlichsten, wenn es möglichst viele Stunden im Jahr in Betrieb ist und dabei sowohl Strom als auch Wärme genutzt werden.
Gebäude mit gleichmäßig hohem Wärmebedarf das ganze Jahr über sind daher besonders geeignet. Dort, wo Wärme nur saisonal oder unregelmäßig benötigt wird, ist die Wirtschaftlichkeit eines BHKW individuell zu prüfen.
Im Einfamilienhaus kommt vor allem ein Nano BHKW in Frage. Voraussetzung ist ein hoher und möglichst gleichmäßiger Wärmebedarf, etwa durch einen schlecht gedämmten Altbau oder einen beheizten Pool. Bei gut gedämmten Neubauten mit niedrigem Wärmebedarf ist die Wirtschaftlichkeit individuell zu prüfen.
Mehrfamilienhäuser und Wohnanlagen mit Nahwärmeversorgung sind ein klassischer Einsatzbereich für Mikro und Mini BHKW. Der Wärmebedarf ist größer und gleichmäßiger als im Einfamilienhaus, was den wirtschaftlichen Betrieb begünstigt.
Hotels haben einen ganzjährig hohen Wärmebedarf für Heizung, Warmwasser und ggf. Klimatisierung. Das macht sie zu einem sehr gut geeigneten Einsatzbereich für leistungsstärkere BHKW-Anlagen.
Krankenhäuser und Pflegeheime benötigen dauerhaft zuverlässige Wärme- und Stromversorgung. Ein BHKW kann als Grundlasterzeuger Teil eines redundanten Energiekonzepts sein.
Bäder und Sporthallen mit Duschen und Umkleiden haben einen dauerhaft hohen Warmwasserbedarf. Das schafft ideale Betriebsbedingungen für ein BHKW als Grundlasterzeuger.
Gewerbebetriebe mit Prozesswärmebedarf, Wäschereien, Brauereien oder Lebensmittelproduzenten können von leistungsstarken BHKW-Anlagen profitieren, da dort Wärme ein zentraler Produktionsfaktor ist.
Ein Blockheizkraftwerk und eine Photovoltaikanlage (PV) ergänzen sich in vielen Fällen gut. Die Solaranlage liefert in sonnenreichen Monaten viel Strom, produziert im Winter aber kaum. Das BHKW deckt genau diese Lücke ab, da es unabhängig von der Sonneneinstrahlung arbeitet.
So lässt sich der Eigenstrombedarf über das Jahr hinweg besser abdecken. Die Wirtschaftlichkeit dieser Kombination hängt von Verbrauchsprofil, Anlagengröße und den aktuellen Energiepreisen ab und sollte individuell geprüft werden.
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Wer über Eigenstromversorgung und Einspeisung nachdenkt, sollte auch aktuelle Stromtarife und Einspeisequoten kennen.
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Ermitteln Sie Ihren Jahreswärmebedarf und prüfen Sie, wie gleichmäßig dieser über das Jahr verteilt ist. Heizkosten- und Brennstoffabrechnungen liefern die Ausgangsdaten.
Wie hoch ist Ihr Jahresstromverbrauch? Je mehr Strom Sie selbst nutzen können, desto besser für die Wirtschaftlichkeit eines BHKW.
Ordnen Sie Ihr Gebäude einem der typischen Einsatzbereiche zu und prüfen Sie, ob die Grundvoraussetzungen erfüllt sind.
Ein Heizungsbauer oder Energieberater prüft die technische Eignung und erstellt eine individuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung.
Mehrere Angebote vergleichen und verfügbare Förderprogramme in die Entscheidung einbeziehen.